IG Kultur Luzern
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IG KULTUR IMPULS


Mein eigener Meister

Selbständigkeit im Kulturbereich

Buchhaltung, Steuern, Sozialversicherungen, Vorsorge

Dienstag, 20. Juni 2017, Kulturhof Hinter Musegg,
Diebold-Schilling-Strasse 13, Luzern
18.30 – 20.00 Uhr, anschliessend Apéro.

Peter Bühler + Marc Busch, Buchhaltungen + Beratung Luzern

Eintritt: 5.– Mitglieder IG Kultur Luzern, 15.– Nichtmitglieder

Jetzt wird wieder gespart

Das Nein war deutlich: Der Kanton Luzern soll nicht bei den Beiträgen an die Musikschulen sparen, die musische Grundausbildung bleibt im bisherigen Rahmen seine Aufgabe und Pflicht. Das haben die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger so entschieden, nachdem schon das Referendum gegen diese Kürzungsidee mit einem Rekordhoch an Unterschriften eingereicht wurde. Das Nein ist ein nicht zu übersehendes Zeichen von Solidarität, die Schwächeren eine Last zu tragen hilft.

 

So weit, so gut, aber mit dem zweiten Nein des 21. Mai, das die minime Steuererhöhung um 0.1 Punkte versenkte, verfügt der Kanton Luzern weiterhin über kein rechtskräftiges Budget, bleiben alle nicht gesetzlich gebundenen Ausgaben sistiert. Überdies macht Finanzdirektor Marcel Schwerzmann Ernst mit seiner Drohung, weitere 64 Millionen Franken zu sparen. Wie und wo weiss niemand, die Regierung versichert nur immer, dass die Steuerstrategie mit den schweizweit tiefsten Unternehmenssteuern ein Erfolg sei – und vor etwas mehr als einem halben Jahr wurde eine Korrektur an der Urne verworfen. Mag sein, dass die Verdoppelung der Unternehmenssteuern zu viel des Guten war, eine massvollere Erhöhung wäre vielleicht akzeptiert worden. Wie auch immer: Jetzt wird also wieder gespart. Es wird alle treffen, zuallererst aber die Schwächsten, denn was vom Wenigen abgeht, schmerzt am meisten.

 

Was in das schamhaft Konsolidierungsprogramm 17 genannte Sparpaket für die nächsten Jahre gepackt wurde, lässt für weitere Einschnitte in den Bereichen von Bildung und Sozialem und mit ihnen der Kultur Schlimmes fürchten: Der Abbau wird spürbar und nachhaltig sein. Die Regierung verfügt erklärtermassen noch über keinen Plan, und eine Vision, der sich die Sparbemühungen unterordnen würden, ist nicht zu erkennen. Die Unantastbarkeit der Unternehmenssteuern jedenfalls ist alles andere als eine Vision.

 

Woraus könnte eine Vision wachsen? Aus einer solidarischen Gesellschaft, einer lebendigen und vielgestaltigen Kultur. Aber gerade die stehen jetzt wieder unter verstärktem Druck, haben es mit der Bildung zusammen schwer, sich als unabdingbare Lebensgrundlage und nicht bloss als schmuckes Aushängeschild zu beweisen und zu behaupten. Das ist erst in zweiter Linie eine Frage der Finanzen, zuerst ist es eine Frage des Bewusstseins. Für dieses Bewusstsein und ein förderliches Klima für Kultur, Bildung und Gesellschaft setzen wir uns ein.

 

Urs Bugmann, Präsident IG Kultur Luzern

Eva Laniado Barboza, Geschäftsleiterin IG Kultur Luzern



Es ist ein Lichtblick, aber keine Lösung:

Mit der Übergangsfinanzierung, mit der Stadt und Kanton Luzern je hälftig die Kürzungen des Sparprogramms KP 17 beim Zweckverband grosse Kulturbetriebe «teilweise abfedern» wollen, erhalten die Institutionen 2018 bis 2020 etwas Luft und eine Planungsperspektive. Es ist ein Bekenntnis zu diesen Kulturbetrieben und dennoch nur ein Pflaster über einer schwärenden Wunde. Die Zukunft des Zweckverbands muss auf der politischen Bühne verhandelt, die Verträge mit den darin zusammengeschlossenen Häusern neu festgelegt und ihre Zukunft verlässlich garantiert werden. Es sind keine Luxusbetriebe, die es zu sichern gilt, es sind Stützen des Luzerner Kulturlebens, die auch für die kleinen Teilhaber, für die alternativen und freien Mitspieler in Stadt und Land, unabdingbar sind – als Gradmesser, als motivierende Vorbilder. Wenn an den Grossen gesägt wird, so trifft es auch die Kleinen, und das Klima verschlechtert sich für alle. Was gewachsen ist und sich bisher entfalten konnte, das soll mutig in die nächsten Generationen hinein bestätigt und angemessen finanziert werden. Was die Kultur zur Ausstrahlung und Attraktivität Luzerns beiträgt, ist über alle Rentabilitätsrechnungen hinaus so wertvoll und wesentlich, dass ihr Abbau oder Verlust weit höhere Kosten – für die Wirtschaft wie für die Gesellschaft – verursachen würde als der klare Wille, sich Kultur in Luzern zu leisten.

 

Urs Bugmann, Präsident IG Kultur Luzern


Medienmitteilung zur 40. DV


Lesen Sie die Medienmitteilung zur 40. Delegiertenversammlung der IG Kultur Luzern.

041 - Der Kulturkalender

Aktuelle Veranstaltungen in der Zentralschweiz.