IG Kultur Luzern
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Medienmitteilung der IG Kultur Luzern:

«Kulturschaffende fordern Neuverhandlung des Kulturkompromisses»

Lesen Sie hier die Medienmitteilung.


Zur Debatte: IG Kultur Luzern zum Thema Salle Modulable

Vieles ist weiterhin unsicher und unklar, zwei Dinge sind festgelegt: Die 80 Millionen Franken, die von der Engelhorn-Spende übrig sind, kommen nur dann dem Projekt einer Salle Modulable in Luzern zugute, wenn sie auf dem Inseli und nach den Vorgaben der Arup-Studie gebaut wird. Das heisst, es braucht noch einmal sehr viel Geld von öffentlicher und privater Hand. Und es braucht noch viel mehr inhaltliche Arbeit, um herauszufinden, wer diese Salle wie nutzen und bespielen wird.

Die IG Kultur Luzern unterstützt alle Anstrengungen, Kultur in ihrer Vielfalt zu ermöglichen und diese auszubauen. Die Salle Modulable könnte eine Chance sein. Um dazu Ja zu sagen ist aber unter den gegebenen Bedingungen, beim heutigen Stand der Diskussion noch wenig Anlass. Das Projekt wird viel verändern, nicht allein in der Theaterszene. Damit das Verhältnis zwischen etablierter und nichtetablierter Kultur nicht vollends aus dem Gleichgewicht gerät, muss der Kulturkompromiss, auf den seit dem Bau des KKL in Luzern gesetzt wird, neu verhandelt werden. Die Überlegungen zur Neugestaltung der Beziehung zwischen Luzerner Theater und freier Szene unter dem Stichwort Theaterwerk Luzern müssen öffentlich diskutiert und gemeinsame Wege gefunden werden. Die Finanzierung muss geklärt und sichergestellt werden.

Wir von der IG Kultur setzen uns für den öffentlichen Diskurs ein. Wir initiieren und begleiten Begegnungen und Gespräche zwischen Beteiligten und Betroffenen und pochen auf eine offene Information. So gross das Geschenk, das die Salle Modulable ermöglichen soll, auch ist, die nicht nur finanziellen Auswirkungen und Folgen sind auf die nächsten Jahrzehnte hinaus so weitreichend und umwälzend, dass die Debatte darüber alle Aufmerksamkeit und Öffentlichkeit verdient. In der Abstimmung Ende November 2016 geht es in einem ersten Schritt um die zwei festgelegten Dinge: den Standort und die Dimension. Grundsätzlich aber geht es um die Zukunft der Kultur in der Stadt und Region Luzern. Die IG Kultur setzt sich dafür ein, dass diese Zukunft sinnvoll und gerecht aussieht.


Eva Laniado, Geschäftsführerin IG Kultur Luzern
Vorstand IG Kultur Luzern


 

Neubad Talk vom 10.5.16

Die IG Kultur Luzern und das Neubad danken allen Gesprächspartnern und Gästen für Ihr Kommen.

Den vollständigen Talk findet ihr hier.


Salle Modulable in Luzern - Gross genug?

Natürlich sind die Einwände rasch vorgebracht, und auf jeden der drei übriggebliebenen möglichen Standorte zielt eine Abwehr-Initiative – also auch auf die jetzt auserkorene Südspitze des Inseli. Die Salle Modulable steht im scharfen Gegenwind, die 200 Millionen Franken Baukosten, zwei Drittel des für die nächsten drei Jahre angekündigten kantonalen Luzerner Sparpakets, tragen das ihre dazu bei, so gut wie die auf 31 Millionen Franken veranschlagten Betriebs- und Spielkosten für das heute 24 Millionen Franken beanspruchende Luzerner Theater in einem neuen und formidablen Haus.

Die Frage ist nicht länger, ist das geplante Haus gross genug für Luzern, sondern vielmehr, ob Luzern für diese Salle Modulable gross genug ist. Sich mit grosser visionärer Geste in die Zukunft zu wagen ist das eine, die realistischen Dimensionen dabei nicht aus den Augen zu verlieren das andere. Der Steilpass ist vorgelegt, Bevölkerung und Interessierte sollen den Ball jetzt im Dialog abnehmen und übers Feld spielen.

Es wird sich rasch zeigen, dass um Standort und Kosten weiter gestritten wird, und es wird zu mancherlei Geplänkel bis weit in den Strafraum kommen, bei denen das eigentliche Spielgeschehen auf der Strecke zu bleiben droht. Das Eigentliche ist die Frage nach dem Inhalt, danach, wie (und von wem) dieses teure und technisch ausgeklügelte Luxusspielzeug genutzt werden soll, auf der Produzenten- nicht weniger als auf der Konsumentenseite. Künstlerische Akteure auf höchstem internationalen Niveau, lokale und regionale Player wie das Luzerner Theater, das ein neues Haus braucht, und die freie Szene, die sich darin womöglich so verloren fühlen wird wie Hänsel und Gretel im tiefen Wald: Es werden Welten aufeinandertreffen.

Nichts gegen solche Konfrontationen und auch nichts gegen den internationalen Horizont, den man als Richtlinie anvisieren darf und soll. Vor allem und zuallererst aber gilt es, darüber Gewissheit zu erlangen, welchen Stellenwert das eigene Gewachsene haben soll, das Luzerner Theater und die hiesige freie Szene, sie sei nun ferner oder näher an der etablierten Institution.

Gut möglich, dass ein grossartiges neues Haus für Aufschwung sorgt, nicht undenkbar, dass die Akzeptanz weiterhin je spärlicher wird, je experimenteller sich die Inhalte in der High-tech-Schatulle darbieten. Die Luzernerinnen und Luzerner, wir Mitgestalter der kulturellen Szene kommen nicht darum herum, nicht einzig über die Kosten und den Standort, diese jetzt aus dem Sack gelassene Katze zu diskutieren, sondern vor allem auch über den Charakter dieses Tiers, darüber, was uns das Theater wert ist, welche Hoffnungen und Erwartungen wir darein setzen. Machen wir uns nichts vor: Wir hier vor Ort, nicht das internationale Publikum werden es beleben und füllen – als Akteure so gut wie als Zuschauer in den vielfach veränderbaren Räumen dieser Salle Modulable.

Urs Bugmann, Vorstand IG Kultur Luzern



Kultursäulen der Stadt Luzern – Durchhang

Auf den Kultursäulen der Stadt Luzern werden Kulturplakate ein Mal pro Woche ausgehängt. In der Sommerzeit und über die Festtage gibt es jeweils einen «Durchhang».

Sommerdurchhang

7. Juli bis 11. August 2016

Plakate müssen bis spätestens am 1. Juli 2016 abgegeben werden.

Festtagsdurchhang

22. Dezember 2016 bis 12. Januar 2017

Plakate müssen bis spätestens am 16. Dezember 2016 abgegeben werden.

Allgemeine Informationen zum Plakataushang


 

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