Neues Luzerner Theater: Ja zum Sonderkredit!
Die IG Kultur Luzern begrüsst den neuen Anlauf zur Entwicklung des neuen Luzerner Theaters und ruft dazu auf, dem Sonderkredit von 1,91 Millionen Franken zuzustimmen. Mit diesem soll eine breit abgestützte «Vision für den Theaterwerkplatz Luzern» erarbeitet werden. Im Februar lehnte die Luzerner Stimmbevölkerung den Projektierungskredit für das Theater ab. Dieser Entscheid war jedoch kein Votum gegen das Theater an sich. Vielmehr wurde damit der Auftrag erteilt, gemeinsam mit der Bevölkerung eine tragfähige Lösung für ein neues Luzerner Theater zu finden.
Der Stadtrat schlägt jetzt einen mehrstufigen Dialogprozess vor, der bis 2028 grundlegende Antworten zur Ausrichtung des Theaterwerkplatzes liefern soll. Für diesen Prozess beantragt er den Sonderkredit, der durch den Grossen Stadtrat bewilligt werden muss. Die IG Kultur Luzern unterstützt dieses Vorgehen ausdrücklich.
Befragungen nach der Abstimmung haben gezeigt: Die Luzerner Bevölkerung steht mehrheitlich zum Theater und will aktiv in die Planung eingebunden werden. Ein partizipativer Prozess ist deshalb notwendig. Ein Projekt, das Generationen prägen wird, darf keine Abkürzungen nehmen. Damit ein partizipativer Prozess wirkt, braucht es gründlich aufgearbeitete Informationen, echte Mitsprachemöglichkeiten und genügend zeitliche Ressourcen. Zugleich muss der Prozess ohne Verzögerung gestartet werden, damit die Luzerner Kultur nicht ins Abseits gerät. Deshalb soll der Prozess so schnell und sorgfältig wie möglich vorangetrieben werden. Die IG Kultur Luzern fordert den Grossen Stadtrat auf, dem Sonderkredit zuzustimmen. Für einen zukunftsfähigen inklusiven Theaterwerkplatz, der die Luzerner Bevölkerung mit Stolz und Freude erfüllt.